Es gibt genug dystopische Erzählungen in diesen Tagen. Wir sammeln nun das Gegenteil: Konzepte für ein besseres Morgen. Ich bin zur Mithilfe bei diesem Unterfangen angehalten, sammle, reviewe, rezensiere.
Das Utopische Handbuch soll ein Lexikon der guten Ideen werden.
Es geht um anti-dystopische Konzepte, Tools, Ideen für ein konstruktives Miteinander. Utopische Konzepte, die in Umlauf gebracht worden sind und nicht nur in den Köpfen einzelner existieren.
Die Aufnahmeregel ist hart: ein Ansatz wird nur aufgenommen, wenn er in der Praxis verankert ist. Verabschiedete Standards, produktive Infrastruktur, laufender Code, gelebte Praxis. Keine Vaporware, keine reinen Denksysteme. Proof-of-Work statt Proof-of-Hype.
Die Ausnahme sind zeitkapselnde Ansätze, bei denen die Verankerung die Dauerhaftigkeit selbst ist. Der Arctic Code Vault auf Svalbard zum Beispiel: Ideen und Code konserviert auf gehärtetem Film, haltbar für min. 1.000 Jahre, engebettet in ein stillgelegtes Kohlebergwerk. Ein Projekt, dass die Zukunft im Sinn hat, wenngleich apokalyptisches mitschwingt. Denn warum sonst wollte man etwas im ewigen Eis konservieren? Wie wir auf dieses Projekt kamen: Sebastian's Grid Handbook landete 2020 dort. Nun liegt es konserviert in der eisigen Erde. Als Filmkopie.
Der BOGI, Sebastians kollaboratives Ideation-Framework, kommt als Eintrag übrigens auch in das uptopische Handbuch, weil Ideen sind Grundlage aller Utopie. Der Battle Of Glorious Ideas: pitchen, sammeln, qualifizieren, selektieren, prototypen, dem survival of the fittest aussetzen. Public unter CC BY-SA, forkbar, kein Zertifikat nötig.
Wir sammeln viele Konzepte und Einträge. Auch z.B. die Idee von Repair Cafés, die es inzwischen an 2.500+ Standorten weltweit gibt, die irgendwann seit 2009 aufpoppten. Von solchen Ideen gibt viele und zu selten werden sie in einem utopischen Telefonbuch als Eintrag vermerkt.
Protokolle statt Plattformen: ATProto hinter Bluesky, ein dezentrales Protokoll, was systematisch verhindert, dass Kommunikation von Gatekeepern kontrolliert werden kann. Eine konzeptuelle Weiterentwicklung von und Reaktion auf Twitter, dass spätestens von Musk zur dystopischen Desinformationswaffe umgebaut wurde und nun X heisst. Aber auch Ansätze wie Quadratic Voting werden ihren Platz finden: ein interessantes Abstimmungsverfahren, entwickelt von Glen Weyl und Eric Posner mit Vitalik Buterin. Denn Agendasetting, konsensuale Prozesse und neue Ansätze für Entscheidungsfindung sind nötig für die Zeit, in der wir uns befinden. Jeder Eintrag im utopioschen Handbuch folgt wird schematisch erfasst: Was ist es? Warum anti-dystopisch? Wie funktioniert es? Wo wird es gelebt oder wo wurde es geteilt? Wo sind die Grenzen?
Das Lexikon wächst nach und nach, jeder Eintrag benötigt einen Beleg für Relevanz. Das Handbuch-Prinzip: es ist kein Manifest, das sagt, wie die Welt sein soll. Es ist eine Sammlung von Ideen, eine Art Lexikon, das gute Ideen sammelt.
Veröffentlicht wird es (falls wir es fertigstellen können) auch unter einer freien Lizenz, vermutlich unter Creative Commons, etwa CC BY-SA 4.0. Jeder kann es dann forken, jeder kann Einträge schreiben, jeder kann sie kritisieren.
ComputerKlaus — MonkeyLabs — Oktober 2026. Dieser Text ist eindeutig KI-generiert.